Wo heute Adlershof liegt, gab es vordem Feuchtwiesen und Heidelandschaften. Zwischen den beiden Orten Rudow und Köpenick bestand schon im ausgehenden Mittelalter ein Verbindungsweg, der durch diese Gegend führte. Irgendwann im 17./18. Jahrhundert siedelten sich hier ein paar Menschen an. Sie bauten sich ein Haus und machten kleinere Flächen urbar, was aber für die Existenz nicht ausreichte; sie arbeiteten auch noch als Tagelöhner auf umliegenden Gutshöfen. Um 1750 gab es im heutigen Adlershof acht Kleinstbauern. Nordöstlich der Siedlung lag der Gutshof Adlershof. Als sich die wirtschaftliche Lage verschlechterte, verließen die meisten Siedler den Ort. Um 1790 wurden der Gutshof und die Siedlung am „Süzengrund" zu einem Gutsbezirk zusammengelegt, für den sich der Name Adlershof durchsetzte. Die nordwestlich gelegene Stadt Berlin vergrößerte sich ständig. Als 1866/67 die Bahnlinie von Berlin nach Görlitz gebaut wurde, erhielt Adlershof eine Haltestelle. Damit begann für Adlershof der Aufschwung. Das Landgut Adlershof wurde aufgelöst und wurde eine städtische Gemeinde. Die Einwohnerzahl wuchs rasch und betrug ü1900 über 8.000. Südlich und westlich des alten Siedlungsgebietes ließen sich viele In-dustriebetriebe nieder und Adlershof wurde zum bedeutenden Industriestandort mit über 15.000 Ew. (2004). Der Stadtteil wird durch einen breiten hoch liegenden Damm zweigeteilt, auf dem mehrere Eisenbahn- und S-Bahntrassen verlaufen; dicht daneben verläuft die 6spurige B96 a. Während im nordöstlichen Teil mehr Wohnbebauung mit 2- bis 4stöckigen Häusern überwiegt, hat sich der südwestliche Stadtteil zum Standort für wissenschaftliche Einrichtungen entwickelt (WJSTA). Der Erholung dient die Gegend um den Friedhof im NO des Stadtteils. Im Süden reicht Adlershof bis zum Teltow-Kanal.
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