Der Name weist auf mehrere Absetzungen von Alt-Hohenschönhausen gegenüber anderen Orten im Umkreis während seiner Jahrhunderte langen Entwicklungs¬ge-schichte hin (Neu-Hohenschönhausen / Nieder-Schönhausen). Schon aus der Bronzezeit hinterließen hier Menschen ihre Spuren. Gegründet wurde Alt-Hohenschönhausen von slawischen Menschen auf einer Hochfläche im mittleren Urstromtal. Der Name weist auf Siedler aus Schönhausen hin, die dann später die Siedlung zum Straßendorf erweiterten. Die aus dem 13. Jahrhundert stammende Dorfkirche im spätromanischen Stil ist das älteste Gebäude in Alt-Hohenschönhausen. In einem Schriftstück aus dem Jahr 1352 wird der Ort Hohen-schönhausen erstmals erwähnt. In den folgenden Jahrhunderten war Alt-Hohen-schön¬hausen Lehen vieler wechselnder Adelsfamilien. 1539 nahm Alt-Hohenschön¬hausen den reformierten Glauben an. Im 30jährigen Krieg erlebte Alt-Hohenschön¬hau¬sen einen herben Niedergang und wurde später auch von Seuchen und Heuschrecken- und Spatzenplagen heimgesucht. Mit der beginnenden Industri¬alisierung im 19. Jahrhundert veränderte sich der bisher dörfliche Charakter von Alt-Hohenschönhausen,; die in der Nähe gelegenen Siedlung Neu-Hohen¬schönhausen entwickelte sich rasch durch den Bau von Wohnhäusern für die Industriearbeiter. Im Westen von Alt-Hohenschönhausen entstand auf dem parzellierten Grund des Gutshofes ein Villenviertel. 1920 wurde Alt-Hohenschönhausen nach Berlin eingemeindet. Im 2. Weltkrieg und auch zu DDR-Zeiten musste der Ort schwere Prüfungen hinnehmen. Die nach der Wieder-ver¬einigung einsetzende Abwanderung wurde inzwischen wieder gestoppt. Altbausanierung und die Anlage neuer Siedlungen erhöhten die Wohnqualität. Heute leben in Alt-Hohenschönhausen wieder an die 45.000 Menschen.
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