Friedrichswerder wird im Norden von der Straße Hinter dem Gießhaus, im Osten vom Spreekanal, im Süden vom Splittermarkt, der an der Leipziger Straße liegt und im Westen vom Hausvogteiplatz an der Ober- und Niederwallstraße eingegrenzt. Als erste Stadterweiterung wurde 1662 Friedrichswerder von Berlin-Cölln zur Stadtgemeinde und in die Berliner Festung 1668 einbezogen. Der Namensteil Werder kommt daher, dass der Spreekanal und der Festungsgraben den Ort früher fast ganz umgaben. Um die 1870er Jahren mussten die ursprünglichen Wohnbauten Großbauten weichen und der Hausvogteiplatz wurde für die Textilbranche immer mehr zum Geschäftszentrum. 1875 hatte Friedrichswerder mit 9.176 die meisten Ew, während 1910 nur noch 2979 Ew gezählt wurden. Große Teile von Friedrichswerder wurden im 2. Weltkrieg zerstört. Seit dem Jahr 2005 wird die Fläche, die zwischen der Kurstraße und dem Hausvogteiplatz liegt wieder bebaut. Sehenswert in Friedrichswerder ist das Zeughaus am Boulevard Unter den Linden, welches das älteste Gebäude in Friedrichswerder ist. Dort ist jetzt das Deutsche Historische Museum. Im Kronprinzenpalais, dass 1968 wieder aufgebaut worden ist kann man sich Ausstellungen anschauen und an kulturellen Veranstaltungen teilnehmen. Der Schinkelplatz in Friedrichswerden, der von 1966 bis 1996 überbaut war, wird seit 2007 wieder im Originalzustand hergestellt. Das Schinkelmuseum, in der Friedrichswerderschen Kirche ist eine weitere Sehenswürdigkeit. Die Kirche am Werderschen Markt wurde von Carl Friedrich Schinkel 1830 erbaut.
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