1230 wurde Weißensee als Straßendorf an dem gleichnamigen fast kreisrunden See gegründet. Das Dorf entstand aus dem Ort Wiffenze, was aus einer Pfändungsurkunde aus dem Jahre 1242 hervorgeht. Urkundlich erwähnt wurde Weißensee im Jahre 1313. Die Siedler, die sich an den Seeufern angesiedelten lebten vom Fischfang. Im 14. Jahrh. gehörte das Dorf hauptsächlich Berlinern. 1486 war Thomas von Blankenfelde erster Gutsherr von Weißensee. Aus dem Gutshof wurde 1540 ein Rittergut, das einige Male geteilt wurde und dessen Besitzer häufig wechselten. Im 30jährigen Krieg wurde Weißensee mehrere Male besetzt. 1636 wurde Weißensee von den Schweden besetzt. Nur drei Familien gab es in Weißensee nach Ende des Krieges noch. Die Einwohnerzahl stieg 30 Jahre später auf 143 Ew an. 1745 führte Carl Gottlob von Nüßler die geteilten Güter wieder zusammen baute ein Gutshaus am Südufer des See. 1817 verbesserte sich die wirtschaftliche Lage durch das Brennen von Kartoffelschnaps. 1859 wurde anstatt des Gutshofes ein schlossähnliches Haus gebaut und ein Park angelegt. Der Park ist noch heute erhalten und nennt sich Park am Weißen See. Aus dem Schloss wurde 1874 eine Vergnügungsstätte mit ständig wechselnden Betreibern. Die Gemeinde Weißensee kaufte zur Jahrhundertwende die Schlossanlage mit dem See und stellte es der Öffentlichkeit zur Verfügung. Heute zeugt noch das Freibad am Weißensee und das Milchhäuschen vom einstigen Vergnügungspark, der 1919 abbrannte.
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